Linde Aktie kaufen – Analyse des Unternehmens

Die Linde AG, mit Hauptsitz in München, gilt als einer der führenden Technologiekonzerne in den Bereichen Industriegase und Engineering. Die Produkte und das technische Know – How kommen sowohl im Energiesektor als auch in der Stahlproduktion, der Chemieverarbeitung sowie im Umweltschutz oder bei medizinischen Therapien zum Einsatz. Das in 100 Ländern tätige Unternehmen befasst sich des Weiteren mit der Planung und dem Bau von Industrieanlagen für verfahrenstechnische Verfahren und mit der Herstellung von Anlagenkomponenten.

Das weitere Portfolio der angebotenen Dienstleistungen erstreckt sich darüber hinaus ebenso auf die Felder der Ingenieurberatung, Projektmanagement, Personalschulung und dem Kundendienst. Dabei ist die Strategie der Linde Group auf ein ertragsorientiertes und einem nachhaltigem Wachstum ausgerichtet. Im Fokus steht dabei der gezielte Ausbau des internationalen Geschäftes mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen. Zurzeit beschäftigt Linde weltweit circa 65.591 Mitarbeiter (Stand 2014).

Krisensichere und breite Aufstellung der Unternehmensstruktur

WirtschaftsnewsDurch die breite Aufstellung des Unternehmens, deren Produkte in verschieden Industriesektoren ihre Anwendung findet, ist die Linde AG weniger anfällig gegenüber eventuelle konjunkturelle Schwankungen in diesen einzelnen Bereichen. Trotz der in den vergangenen, wirtschaftlich eher durchwachsenen Monaten, die durch einen massiven Preisverfall in der Petroindustrie geprägt waren, blieb der Auftragsbestand von Linde auf einem soliden Niveau.

So gelang es, den Bau einer Großanlage für den arabisch-amerikanischen Chemieriesen Sadara zu paraphieren, die nach ihrer Fertigstellung diesen mit Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Ammoniak versorgen wird. Weitere Folgeaufträge im Bereich der Industriegase für den gesamten Mittleren Osten liegen somit im Bereich des Möglichen. Mit dem Bau einer Luftzerlegungsanlage für den Stahlkonzern Tata Steel auf dem indischen Subkontinent, wird Linde zum wichtigsten Gaslieferant des Landes.

Ein ähnlicher Bau erfolgte in Vietnam, wobei hier die erwachte wirtschaftliche Dynamik dieses Landes dem bayrischen Unternehmen voll zugute kommt. Überhaupt bestreiten die Münchener bereits ein Viertel ihrer wirtschaftlichen Unternehmungen auf dem asiatischen Kontinent und im pazifischen Raum.

Aber auch auf dem europäischen Kontinent bleibt Linde nicht untätig. So ist der Konzern hier auch an den Wachstumsthemen Wasserstoff und Flüssiggas beteiligt. Neben der Einrichtung von öffentlichen Tankstellen für die Wasserstoffbetankung bei Kraftfahrzeugen, wurde mit Partnern der Schiffahrtindustrie ein Gemeinschaftsunternehmen ins Leben gerufen, welche die Versorgung des nordeuropäischen Schiffsverkehrs mit Flüssiggas sicherstellen soll.

Sechste Dividendenanhebung in Folge

Online Aktien analysierenZum sechsten Mal in Folge wurde auf der Hauptversammlung am 3.05.2016 eine Dividendenanhebung verkündet. Während im Vorjahr eine Dividende von 3,15 Euro ausgeschüttet wurde, lag dieses Jahr die Dividende bei 3,45 Euro pro Anteil am Unternehmen. Die Dividen Rendite beim einem Aktienkurs von 130,17 Euro lag somit bei 2,65 Prozent. Der Konzernumsatz hingegen fiel unter dem Niveau des Vorjahres wechselkursbereinigt um 2,3 Prozent. Das operative Konzernergebnis betrug 4,13 Milliarden und fiel wechselkursbereinigt um 2,4 Prozent. Die operative Konzernmarge lag wie im Vorjahr bei 23 Prozent. Das nach Steuern erzielte Ergebnis belief sich auf 1,25 Milliarden Euro, im Vorjahr wurden hingegen 1,16 Milliarden erwirtschaftet.

Der auf die Aktionäre entfallende Anteil machte 1,15 Milliarden Euro aus, im Vorjahr waren es noch 1,10 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Ergebnis von 6,19 Euro pro Aktie, das Vorjahresergebnis lag dagegen bei 5,94 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2016 wird ein währungsbereinigter Umsatz- und Ergebnisanstieg von 4 Prozent angestrebt, wobei ein herausforderndes Marktumfeld auch zu einem eventuellen Rückgang von bis zu 3 Prozent führen könnte.

Die ersten Schritte zur eigenen Aktie

Online AktienkaufWer eine Linde Aktie kaufen möchte, muss zunächst ein Aktiendepot bzw. Wertpapierdepot einrichten. Dies kann entweder bei jeder Geschäftsbank geschehen oder alternativ bei einem häufig günstigeren Online-Broker oder einer Direktbank. Bei Letzteren erfolgt allerdings die persönliche Beratung ausschließlich per Telefon, da diese keine eigenen Filialen unterhalten.

Dies ist einer der Gründe, wieso hier die angebotenen Leistungen so günstig ausfallen im Gegensatz zu den “normalen” Geschäftsbanken. Neben dem Depot wird von der ausführenden Bank noch ein Verrechnungskonto eingerichtet, wo der erzielte Erlös, wie etwa bei einem Verkauf von Aktien, gutgeschrieben wird. Auch die ausgeschütteten Dividenden werden auf diesem Konto überwiesen.

Das Guthaben des Verrechnungskontos kann dann auf einem zweiten Konto überwiesen werden, wie beispielsweise auf das persönliche Girokonto. Wer trotz der aktuellen Niedrigzinspolitik dennoch den Betrag etwas verzinsen möchte, der kann sich den Betrag alternativ auf ein Tagesgeldkonto gutschreiben lassen. Zwar sind hier die Zinsen auch nicht mehr so hoch wie in der Vergangenheit, allerdings liegen sie im Allgemeinen immer noch höher als bei einem herkömmlichen Sparkonto.