DAX Aktien kaufen – Das müssen Sie wissen

Beim Erwerb von Unternehmensanteilen sollten Interessenten nichts überstürzen und stets mehrere Anbieter miteinander vergleichen. In diesem Kontext hat es sich ebenfalls bewährt, einen Broker-Test durchzuführen – dies gilt insbesondere dann, wenn Sie sich für ein Online Institut entscheiden. Denn während Internet-Broker oftmals sehr ähnliche Angebote haben, weisen diese in einigen Bereichen doch auch erhebliche Unterschiede auf.

Dies gilt insbesondere dann, wenn es um die Preisgestaltung und somit Verzinsung der Aktien geht. Von großer Wichtigkeit ist jedoch auch eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Index der gewünschten Aktie und damit auch den Grundlagen vom jeweiligen Handelsplatz. Nur so können sich Anleger ein Bild über die Entwicklung des Aktienkurses sowie etwaige erwartete Schwankungen desselben machen. So lassen sich Fehlentscheidungen weitgehend vermeiden – dies gilt natürlich auch dann, wenn Sie DAX Aktien kaufen wollen.

Die wichtigsten Eigenschaften des DAX auf einen Blick

WirtschaftsnewsDer DAX (Deutscher Aktienindex) stellt ein Produkt und mittlerweile auch eingetragene Marke der Deutsche Börse AG dar. Bei diesem Index handelt es sich um den wichtigsten Aktienindex in Deutschland. Entwickelt und eingeführt wurde dieser im Jahr 1988 von der Frankfurter Wertpapierbörse, der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen und der Börsen-Zeitung. Dieser dient der Fortsetzung des Index der Börsen-Zeitung, dessen Ursprünge ins Jahr 1959 zurückgehen. Heute wird der DAX als Performance- und Kursindex veröffentlicht.

Daten zum Aktienindex

  • Gründung: 1. Juli 1988
  • Durch Frankfurter Wertpapierbörse, Börsen-Zeitung und Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen ins Leben gerufen
  • Setzt Index der Börsen-Zeitung fort
  • Zeigt die Entwicklung der 30 umsatzstärksten Betriebe in Deutschland auf

Diese Vorteile hat das DAX-Trading

  • Aktien müssen etliche Voraussetzungen erfüllen, um in den DAX aufgenommen zu werden
  • Hohe Liquidität, Investor erwirbt lediglich Aktien mit großem Handelsumsatz
  • Anleger profitieren von steigenden und fallenden Aktienkursen
  • Kein unsystematisches Risiko
  • ständige Medienpräsenz, Anleger kann sich jederzeit über Stand der Aktie informieren

Die Nachteile des DAX

  • Vergleichsweise hohes Risiko: Erleidet der gesamte Aktienmarkt Einbußen, fällt in der Regel auch der DAX
  • Setzen auf einzelne DAX-Unternehmen ist aufwändig

1. Dieses Handelsangebot weist der DAX auf

Online Aktien analysierenSeit der Einführung des DAX im Jahr 1988 werden stetig Anpassungen an dessen Angebot und der Zusammensetzung desselben vorgenommen. Zu den Unternehmen, die von Anfang an bis heute im Index vertreten sind, gehören unter anderem Allianz, BMW, Deutsche Lufthansa, Henkel, Daimler-Benz, Linde, Siemens und Thyssen.

2. So werden die Unternehmen des DAX gewichtet

Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen werden darf, muss dasselbe über eine Listung im Prime Standard verfügen, wenigstens einen Streubesitz in der Höhe von 10 % aufweisen und im Handelsplatz Xetra gehandelt werden. Die Gewichtung der einzelnen Betriebe erfolgt gemäß deren Streubesitz-Marktkapitalisierung.

Der Börsenwert oder das Kapital des Unternehmens ist für diese Art der Indexgewichtung somit nicht von Bedeutung – es wird lediglich der Wert der frei handelbaren Aktien berücksichtigt. Somit spielt es zunächst keine Rolle für den Index, ob Händler zum Beispiel Unternehmensanteile von Adidas oder Unternehmensanteile von der Lufthansa handeln. Der Streubesitz von Firmen ist wegen Kursänderungen einer stetigen Schwankung unterworfen. Daher wird bei jeder Neuberechnung des DAX gleichzeitig die Gewichtung der Unternehmen neu ermittelt.

Dies gilt jedoch nicht nur für den Streubesitz derselben. Dieser wird nämlich nur vierteljährlich einer Anpassung durch die Deutsche Börse unterzogen. Dadurch kann es zwischen dem Aktienkurs und der Gewichtung zu Diskrepanzen, die erst nach einiger Zeit ausgeglichen werden, kommen.

3. Ein kurzer Überblick über die Entwicklung des DAX-Index

Der DAX-Index war im Laufe der Geschichte großen Schwankungen unterworfen. Während sich seit seiner Einführung ein genereller Aufwärtstrend bemerkbar macht, hatte dieser Index in der Vergangenheit aber auch mit großen Verlusten zu kämpfen.

Rechnerisch erreichte der DAX mit 20. Juni 1985 erstmals über 1.000 Punkte – der Wert betrug zu dieser Zeit 1007,18 Punkte. Zwei Jahre später erlitt der Index einen einschneidenden Tagesverlust von 9,39 %. Zurückzuführen war diese Entwicklung auf den Schwarzen Montag bei der New York Stock Exchange. Auch in den folgenden Jahren erlitt der DAX größere Verluste, wobei sich das Blatt für den Index erst 1998 wendete.

Bis ins Jahr 2000 stieg der Wert des DAX weiter an, wobei dieser Verlauf 2003 wegen wirtschaftlichen Einbußen im Technologiesektor in einer Talfahrt endete. Nach dieser Krise stieg der Kurs jedoch wieder an uns erreichte 2007 schließlich neue Höchststände. In diesem Jahr kam es jedoch zur globalen Finanzkrise, deren Auswirkungen auch an jenem Aktienindex nicht spurlos vorbeigingen. So begann der DAX während dieser Zeit stetig zu sinken. 2008 kam es dann zu einem massiven Einbruch aller Aktienkurse auf der ganzen Welt.Diesen Effekt haben Anleger dann sehr gut in ihrem Aktiendepot feststellen können.

Allerdings stieg der Wert des Aktienindex als Reaktion auf die Rettungsmaßnahmen der USA noch im selben Jahr wieder an. Dieses Wachstum war aber nur von kurzer Dauer, da der DAX schon am 06. März 2009 mit 3666,41 seinen erneuten Tiefstand erreichte. Dieser Wert war gleichzeitig das Ende der Talfahrt. Der Aktienindex erholte sich langsam von den Folgen der Krise und konnte am 02. Mai 2011 sogar einen Tagesabschluss von 7527,64 Punkten verbuchen.

In den nächsten Jahren ließ die Eurokrise den DAX erneut einbrechen. Allerdings konnte der Index ab 2014 wieder eine Steigung erfahren. Ein neues Allzeithoch erreichte der DAX schließlich mit 16. März 2015 – an diesem Tag schloss dieser mit einem Wert von 12.167,72 Punkten ab. Somit  wurde er auch interessanter für Händler, die zum Beispiel auf Online Broker wie Lynx setzen.

4. Die höchsten Gewinne des DAX

Online AktienkaufSehr hohe Werte erzielte der DAX mit einer Schlusskursbasis von 8064,97 Punkten erstmals am 20. März 2000. Übertroffen wurde diese Zahl erst im Sommer 2007 – ganz sieben Jahre nach dem letzten Höchststand. Die folgenden fünf Jahre waren durch die globale Wirtschaftskrise gekennzeichnet, was auch auf den Kurs des DAX negative Auswirkungen hatte. 2013 konnte der Aktienindex die Werte aus dem Jahr 2007 aber wieder übertreffen.

Am 20. Mai desselben Jahres betrug die Punktezahl am Ende des Tages zum ersten Mal in der Geschichte 8530,89. Doch der Höhenflug des DAX war damit noch nicht zu Ende. Im Oktober 2013 erreichte der Index einen Wert von über 9.000 Punkten, wobei die 9.500er-Marke mit nur zwei Monate später, im Dezember 2013, durchbrochen wurde.

Am 05. Juni 2014 erreichte der DAX im Handelsverlauf zum ersten Mal über 10.000 Punkte. Einen hohen Gewinn konnte der Index des Weiteren am 16. März 2015 erzielen – damals belief sich der Wert des DAX am Ende des Tages auf über 12.000 Punkte. Dieser Wert stellt den bisher höchsten Gewinn desselben dar.

5. Die höchsten Verluste des DAX

Den bisher größten Tagesabsturz seiner gesamten Laufbahn erlebte der DAX am 16. Oktober 1989 – damals brach dieser um 12,81 % ein. Grund hierfür war das Scheitern der Finanzierung der Fluggesellschaft UAL in den USA. Auch 1991 musst der DAX mit einem Einbruch von 9,40 % einen hohen Tagesverlust hinnehmen. Diese Entwicklung stellte eine Folge des gescheiterten Putsches gegen Michail Gorbatschow, den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, dar.

Während der Wert des Dax im März 2000 einen Höchststand erreichte, stürzte dieser im Jahr 2003 wieder ab. Schuld daran war das Platzen der Spekulationsblase im Sektor der Technologie – folglich schloss der DAX am 12. März mit 2202,96 Punkten ab. Einen negativen Einfluss auf den Kurs der Aktien nahm des Weiteren die Finanzkrise im Jahr 2007.

Diese führte zu Einbrüchen sämtlicher Indizes, wobei der DAX in dieser Zeit einen neuen Tiefstand erreichte – am 06. März 2009 betrug der Wert desselben am Ende des Tages lediglich 3666,41 Punkte. Einbußen musste der Index auch während der Eurokrise hinnehmen. So beendete dieser den Handel im September des Jahres 2011 mit nur 5072,33 Punkten.

6. Diese Auswirkungen hat Brexit auf DAX-Unternehmen

Der Austritt von Großbritannien aus der EU (Brexit) führt derzeit bei zahlreichen Anlegern zu Unsicherheiten. Befürchtet wird hierbei vor allem eine gewisse Volatilität, welche es erschwert, die Entwicklung von Aktienindizes vorherzusehen. Die Auswirkungen von Brexit machen sich in dem betreffenden Staat in Form einer drohenden Immobilienkrise bemerkbar.

Diese Entwicklung tritt beim DAX als Schwankungen, die sich zurzeit als Abwärtstrend bemerkbar machen, in Erscheinung. Das Schlusslicht der DAX-Unternehmen stellt derzeit Thyssenkrupp dar. Jene Firma musste auf dem deutschen Aktienmarkt einen Tagesverlust von 6,6 % hinnehmen. Zwar stellt der Brexit für den DAX ein Novum dar. Dennoch ist es wichtig Zusammenhänge zu verstehen. Aus diesem Grund wird jedem Händler geraten, sich mit den Grundlagen des Handels zu befassen.

Weiter hinten im DAX landete schließlich auch die Allianz – dieses Unternehmen verbuchte Einbußen von 10,10 %. Auch Hugo Boss musste durch Brexit im MDAX Verluste von 2,9 % in Kauf nehmen.

7. Fazit

Die Unternehmen des DAX sind sowohl für erfahrene Investoren als auch für Anfänger, die DAX Aktien kaufen wollen, bestens geeignet. Da es sich bei diesen Firmen um bewährte Betriebe handelt, sind etwaige Kursschwankungen relativ leicht vorauszusehen. In diesem Kontext erweist sich die große Fülle an Derivaten als praktisch.

Auf diese Weise können Sie nach dem DAX Aktie kaufen auch von Fallenden Kursen profitieren – allerdings sollten Sie sich vor dem Handel genauestens in diese Thematik einlesen. Auf diese Weise vermeiden Sie Fehlinvestitionen und finanzielle Verluste. Als großer Vorteil ist hierbei anzusehen, dass die einzelnen Aktien zahlreiche Ansprüche erfüllen müssen, um in den Index aufgenommen zu werden.

Dadurch wird dem Anleger nach dem DAX Aktie kaufen garantiert, dass es sich bei den jeweiligen Firmen um profitable Unternehmen handelt, die sich auf dem Markt bewährt haben. Wer also auf den DAX setzt, hat dank dieser Vorselektion bereits eine Strategie für sämtliche Aktien-Engagements. Durch die hohe Liquidität kann sich der Anleger sicher sein, dass er sich lediglich an Aktien mit hohem Handelsumsatz und gleichzeitig an jedem größeren Trend im Gesamtmarkt beteiligt.

Nachdem sich der DAX zusätzlich durch eine hohe Medienpräsenz auszeichnet, können Sie sich schnell und jederzeit über den Stand der Engagements schlau machen. Aus diesen Gründen stellt der DAX für etliche Anleger eine gute Wahl dar. Neben dem DAX gibt es aber noch weitere Anbieter, wie zum Beispiel Flatex, die sich hervorragend für Einsteiger eignen.