Aktien kaufen online – Wichtige Schritte einfach erklärt

Aktienkauf.net – Tipps und Tricks für Einsteiger und Fortgeschrittene

Auf dieser Seite sollen sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene fundierte Artikel rund um die Themen Aktiendepot, die Wahl des passenden Anbieters und anderen relevanten Begrifflichkeiten erhalten. Auf Basis dieser Informationen werden sie eigenständig Aktien kaufen können. Für Einsteiger hat sich aufgrund seines Angebotes der Anbieter Flatex besonders empfohlen.

Bevor Sie Aktien kaufen, sollten Sie für sich hinterfragen und festlegen, welche Ziele Sie mit der Aktienanlage verfolgen und welche Risikobereitschaft bei Ihnen vorhanden ist. Wichtig ist hierbei vor allem der richtige Anbieter:

 

Anbieter
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Erst im nächsten Schritt sollten dann entsprechende Wertpapiere ausgewählt werden. Wichtig ist auch der Anlagezeitraum. Für den Vermögensaufbau kommen hier durchaus Zeiträume von 10 bis 25 Jahren in Betracht, wobei man natürlich bei entsprechender Kursentwicklung auch zwischendurch Gewinne realisieren oder Verluste begrenzen kann.

Gedanken machen sollte man sich auch darüber, über welchen Anbieter Aktien oder Aktienfonds erworben und im Depot gehalten werden. So gibt es mehrere Anbieter, wie zum Beispiel den Online Broker TargoBank. Die Kosten- und Qualitätsunterschiede sind zum Teil erheblich und Sie können hierbei eine Menge Geld sparen.

Welcher Broker ist der Richtige?

Online-Broker

Reine Online-Broker haben sich auf das Online Brokerage spezialisiert. Sie offerieren ihren Kunden oftmals eine größere Auswahl an Wertpapieren. Dazu bieten einige Online-Broker ihren Kunden sogar einen außerbörslichen Direkthandel an, mit dem Orders direkt mit Maklern abgewickelt werden können und die Gebühren für den Börsenhandel entfallen. Bevor Sie sich für einen Online Broker entscheiden, lohnt es sich, die einzelnen Broker miteinander zu vergleichen.

Online-Broker bieten keine persönliche Beratung. Aus diesem Grund können sie ebenso wie Direktbanken gegenüber der Hausbank wesentlich günstigere Konditionen anbieten, meist noch günstiger als Direktbanken, einige sogar zum Festpreis, unabhängig von der Höhe der Order. Hier sollte der Broker CapTrader genannt werden, bei dem niedrige Ordergebühren anfallen. Orders können zu jeder Tageszeit und Nachtzeit vom Computer zu Hause aus platziert werden.

Wenn Sie Aktien kaufen online möchten, sind Sie nicht an die Öffnungszeiten der Bank und der Verfügbarkeit des Bankberaters gebunden. Ebenso ist die Ausführungszeit für die Order erheblich verkürzt, da diese direkt und umgehend über das Internet platziert werden.

Bei vielen Online-Brokern können Sie, bevor mit dem eigentlichen Aktienhandel begonnen wird, zunächst ein kostenloses Musterdepot eröffnen, mit dem Sie erst einmal trainieren können. Quasi können Sie das Aktien kaufen lernen, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Gewinne und Verluste sind dabei virtuell, sodass kein Schaden entstehen kann. Erst wenn Sie sich fit im Umgang mit dem Handelsprogramm des Onlinebrokers fühlen, sollten Sie sich an den eigentlichen Handel wagen. Zudem bieten einige Online-Broker mittlerweile ein umfangreiches Schulungsangebot an. Es werden zum Beispiel wöchentlich Videoseminare sowie Broschüren und Lehrmaterial zum Download angeboten.

Hinsichtlich der Servicequalität von Online-Brokern, zum Beispiel wie Fragen zum Depot beantwortet werden oder wie lange es dauert, eine Antwort zu bekommen, kann man testweise beim Support anzurufen oder diese per E-Mail bzw. Chat anzuschreiben. Einige Broker bieten auch einen Anlage – Assistenten an, wie zum Beispiel ComDirect. Rezensionen im Internet sind eine weitere Informationsmöglichkeit. Wenn Sie sich also fragen, wie kann ich Aktien online kaufen, dann sollten Sie im Internet nach weiteren Informationen suchen oder den Kundenservice kontaktieren.

Bei der Wahl des Brokers sollten Sie auch auf den Punkt Sicherheit der Kundengelder achten. Ein Online Broker mit Sitz in Deutschland, ist zum Beispiel Lynx. Sie sind zum Beispiel dem deutschen Einlagensicherungssystem angeschlossen, ausländische Anbieter manchmal nicht. Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union, insbesondere auch Großbritannien und in den USA aufgrund strenger Regulierungsrichtlinien weithin als seriös eingestuft.

Gebühren beim Online-Broker

GebührenvergleichBei jedem Handel mit Wertpapieren entstehen Gebühren für die Wertpapierorder und für die Depotführung. Online Broker bieten im Vergleich zur Hausbank wesentlich günstigere Gebühren an. Meist sind die Gebühren auch niedriger als bei Direktbanken, die oft Tochterunternehmen größerer Bankinstitute sind.

Im Wesentlichen sollten Anleger zunächst auf die Orderprovision achten. Einige Online-Broker bieten diese zum günstigen Festpreis pro Order an. Vor allem wenn Sie viele Trades beabsichtigen, ist dies ein entscheidender Kostenvorteil. Die Ersparnis gegenüber der Hausbank kann somit leicht mehrere Hundert Euro pro Order betragen.

Wenn der Online-Broker einen außerbörslichen Handel anbietet, lassen sich zusätzlich Börsengebühren sparen. Die meisten Online-Broker offerieren den Handel an allen deutschen Börsen sowie an der US-Börse. Die taggleiche Ausführung ist zumeist eingeschlossen.

Manche Online-Broker bieten darüber hinaus eine gebührenfreie Dividendenauszahlung sowie eine aufschlagsfreie Ausgabe von bestimmten Aktienfonds. Ebenso entstehen oftmals keine Depotgebühren. Ein weiterer Vorteil gegenüber denen von Hausbanken. Es gibt zudem Online-Broker, welche den Kunden in einen gesonderten verzinslichen Sparplan offerieren oder ein Demokonto anbieten, so zum Beispiel der Online Broker BANX.

Hausbank

Wenn Sie das Aktien kaufen lernen, werden Sie sich irgendwann mit der Broker Auswahl beschäftigen müssen. Für diejenigen, die auf eine intensive Beratung zum Investment Wert legen, ist sicherlich die Hausbank der geeignete Ansprechpartner, wenn es um eine Depoteröffnung geht. Viele Menschen wechseln Ihre Hausbank über mehrere Jahre nicht und fühlen sich so wohl bei ihr, dass sie eine Antwort auf die Frage wie kann man Aktien kaufen erwarten. Der Handel mit Aktien kann aber nur zu den Öffnungszeiten getätigt werden.

Direktbank

Direktbanken sind Banken, die über kein eigenes Filialnetz verfügen. Sie können viele Bankleistungen deshalb wesentlich günstiger als die Hausbank anbieten, so auch die Online-Platzierung von Aktienorders. Damit sind sie teilweise auch Online Broker. Eine persönliche Beratung findet meist aber nicht statt und wenn ja dann meist nur über eine Hotline.

Darüber hinaus verfügen Direktbanken bei ihrem Online Brokerage oft lediglich über ein eingeschränktes Angebot an Aktien bzw. Aktien- bzw. Aktienindexfonds, was damit zusammenhängt, dass Direktbanken zumeist Tochtergesellschaften eines großen Bankinstituts sind und somit eingebunden in die „hauseigene“ Strategie sind. Eine Anleitung zur Eröffnung eines OnlineDepots erhalten Sie hier.

Rechtliche und finanzielle Aspekte

Den rechtlichen Rahmen für den Handel mit Wertpapieren bildet das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Es dient einerseits der Regulierung und Kontrolle von Finanzdienstleistungsinstituten, wahrgenommen durch das BaFin. Andererseits sollen Anleger geschützt werden. Wichtige Vorschriften betreffen zum Beispiel Mitteilungspflichten von börsennotierten Unternehmen. Eine weitere wichtige Regelung ist das Verbot vom Insiderhandel.

Banken sind aufgrund des Insiderhandels aber auch per Gesetz verpflichtet, Anleger vor der Eröffnung eines Kontos hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf den Erwerb und den Handel von Wertpapieren bzw. Derivaten abzufragen sowie welche Ziele sie verfolgen und welche Risikobereitschaft der Anleger hat. Dies dient in erster Linie dazu den unbedarften Anleger vor hochriskanten Geschäften und einem möglichen Verlust des eingesetzten Kapitals zu schützen bzw. ihn konkret vor Abschluss von den beabsichtigten Wertpapiergeschäften auf einen möglichen Verlust von Teilen oder des gesamten Kapitals hinzuweisen. Ferner wird eine Vermögensauskunft verlangt. Die Anleger werden seitens des Online-Brokers in unterschiedliche Risikoklassen eingeteilt, zum Beispiel sehr sicherheitsbewusste Anleger oder solche mit etwas mehr Mut zum Risiko, aber auch spekulative Anleger. Entsprechend der Risikobereitschaft erfolgen dann Empfehlungen für Wertpapiere die der jeweiligen Risikoklasse entsprechen.

Für den Aktienhandel im Besonderen kommt zusätzlich das Aktiengesetz zum Tragen, welches das Verhältnis der Aktionäre zum jeweiligen Aktien ausgebenden Unternehmen regelt. Mit dem Erwerb von Aktien bekommt der Aktionär nach dem Aktiengesetz auch Rechte und Pflichten übertragen. In diesem Zusammenhang müssen auch die Steuern genannt werden. Wichtige Rechte der Aktionäre sind zum Beispiel ein Anteil am Bilanzgewinn, Stimmrechte in der Hauptversammlung, z.B. Abstimmung über die Gewinnverwendung (z.B. Dividenden) und Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie Bezugsrechte für junge Aktien.

Depoteröffnung beim Onlinebroker

Online AktienkaufIst ein passender Online-Broker ausgesucht, müssen zunächst die persönlichen Daten eingegeben werden. Zusätzlich müssen gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz eine Reihe von Fragen zu den mit der beabsichtigten Anlage verbundenen Zielen, zu Erfahrungen im Kauf und Verkauf von Wertpieren, zur persönlichen Risikoneigung sowie zum Vermögen bzw. zu den Einkünften beantwortet werden.

Die Kontounterlagen müssen dann zum Unterschreiben und zur Legitimation heruntergeladen werden. Einige Anbieter senden die Unterlagen auch per Post zu. Die unterschrieben Unterlagen werden dann per Post an den Online Broker gesandt. Der erste Schritt, wenn Sie Aktien kaufen online ist also ganz einfach.

Online Aktien kaufen

 

 

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Der nächste wichtige Schritt ist die persönliche Identifikation. Hierzu wird in der Regel das PostIdent-Verfahren benutzt, das heißt: Der Anleger geht persönlich zusammen mit der ausgedruckten Seite für das PostIdent, einem gültigen Personalausweis oder einem Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung, zur nächstgelegenen Postfiliale um sich zu identifizieren. Dies geschieht persönlich durch einen Postmitarbeiter, der die Antragsunterlagen mit dem PostIdent-Ausdruck direkt zum Anbieter sendet. Das PostIdentverfahren ist für den Kunden kostenlos.

Nach ein paar Tagen erhält man dann den gegengezeichneten Kontovertrag, oft zusammen mit weiteren Informationsmaterialien, wiederum mit der Post nach Hause zugesandt. Weiterhin erhält man separat einen Freischaltcode, mit dem man sein Konto im Internet aktivieren kann.

Bevor Sie die ersten Aktien kaufen können, muss natürlich noch das Konto beim Online-Broker befüllt werden. Je nach Zahlungsmethode, zum Beispiel per Banküberweisung, kann dies einige Tage dauern. Manche Online-Broker bieten allerdings auch Kreditkartenzahlung oder die Überweisung per Paypal an. Die Auffüllung des Kontos geht dann innerhalb von Minuten, es sind jedoch jeweils die entsprechenden Zahlungslimits zu beachten.

Für den Aktienkauf benötigt man so viel Geld, wie viel man Aktien zum jeweiligen Kurs erwerben möchte. Hinzu kommen noch die entsprechenden Ordergebühren. Da es wenig sinnvoll ist alles auf eine Karte zu setzen sollte man sich ein und sich ein kleines diversifiziertes Portfolio zulegen, um sein Verlustrisiko durch den Kursverlust bei einem oder ganz wenigen Titeln zu minimieren. So kommen schnell Beträge von mehreren Tausend Euro zusammen.

Nimmt man an, dass für die Order eines Aktienwertes ca. 500 bis 1000 EUR verwandt werden, sollte man je nachdem, wie stark das Portfolio diversifiziert, also risikogemindert, werden soll, von einem Startkapital von 5.000 bis 10.000 EUR ausgehen. Ganz wesentlich sind hierbei auch die die Gebühren der Bank bzw. des Onlinebrokers. Kostet zum Beispiel eine Order 5 Euro an Provision und hat man Aktien eines Unternehmens im Wert von 500 EUR gekauft, hat man bei einer Steigerung der Aktienkurses von 1 %, das entspricht 5 Euro, effektiv noch keinen Gewinn gemacht. Im Gegenteil sollte man die Aktie verkaufen, wird ein zweites Mal eine Orderprovision in Höhe von 5 EUR fällig. Die Gewinnzone für den Anleger beginnt im Beispiel somit erst bei über 2 % Kurssteigerung. Zusätzlich ist die Kapitalertragssteuer zu berücksichtigen. Die Kosten des Aktienhandels nivellieren sich also erst mit entsprechend höheren Einsätzen. Dieses Beispiel zeigt, dass es wichtig ist, sich nicht nur mit den Eigenarten des Aktienhandels auszukennen, sondern auch Kenntnisse über die Börse zu haben.

Für den Erwerb von Aktienfonds- oder Indexfonds-Anteilen kann man im Gegensatz bereits mit entsprechend weniger Startkapital rechnen. Grund ist, dass Aktienfonds bereits mehrere verschiedene Aktien beinhalten und Aktienindexfonds den Markt, also den Aktienindex widerspiegeln. Dadurch ist bereits eine Risikodiversifikation gegeben. Hier kann man bereits mit einem Startkapital von ein bis zwei Tausend EUR einsteigen, obwohl natürlich auch hier die sich auf die Rendite auswirkenden Orderprovisionen sowie gegebenenfalls Ausgabeaufschläge zu berücksichtigen sind.

Die verschiedenen Anlagetypen

AktienverlaufNach dem Wertpapierhandelsgesetz sind Finanzdienstleistungsinstitute und damit auch Online Broker verpflichtet ihre Neukunden nach Risikoklassen einzuteilen.

Wenn Sie das Aktien kaufen lernen, dann haben  Sie vielleicht schon eine Idee, welcher Anlagetyp Sie sind. In die erste Risikoklasse fallen dabei sicherheitsbewusste, das heißt, eher risikoscheue Anleger. Für diese Anleger kommen Tages bzw. Festgeld, das klassische Sparbuch, Bauspar- oder andere Sparpläne mit festen Zinsen in Frage. Unter Berücksichtigung der Inflation und der Kosten für den Erwerb der Produkte steht das aktuell besonders niedrige Zinsniveau einem Kapitalerhalt entgegen.

Zur zweiten Risikoklasse zählt der sogenannte konservative Anleger, welcher mit begrenztem Risiko etwas mehr Gewinn als zum Beispiel mit dem Sparbuch erzielen möchte. Geeignete Anlageformen für diese Anlegergruppe sind zum Beispiel fest verzinste Anleihen mit hoher Bonität, zum Beispiel deutsche Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder offene Immobilienfonds. Ziel ist im Wesentlichen ein langfristiger Vermögensaufbau mit etwas höheren Renditen.

In die nächste Risikokategorie fällt der gewinnorientierte Anleger, dessen Ziel ein langfristiger wachstumsorientierter Vermögensaufbau ist. Anleger dieser Gruppe sind bereit gewisse Kursschwankungen bei den Wertpapieren hinzunehmen. Entsprechende Wertpapiere für diesen Anlagetyp sind zum Beispiel breit gefächerte Aktien- bzw. Aktienindexfonds aber auch einzelne Aktienwerte große Unternehmen wie Siemens, die Firma BMW und andere.

In Risikokategorie 4 fällt der risikofreudige Anleger, welcher einen eher spekulativen Aufbau seines Vermögens zum Ziel hat. Anleger dieses Typs investieren gezielt in einzelne Aktienwerte, zum Beispiel auch im Ausland. Mit diesen Anlagen lassen sich einerseits gegenüber dem Markt höhere Renditen erwirtschaften, jedoch beinhaltet die Strategie bereits ein höheres Risiko, welches auch zu hohen Kursverlusten führen kann.

Zur höchsten Risikoklasse 5 zählen spekulative Anleger. Das sind Anleger und Investoren, die oftmals bereits über umfangreiche Erfahrungen Handel verfügen. Diese investieren zum Beispiel auch in ausländische Penny-Stocks oder Wertpapiere mit hoher Hebelwirkung, wie CFDs oder Optionen. Bei dieser Gruppe steht eine überdurchschnittliche Rendite im Vordergrund. Bei nachteiliger Kursentwicklung müssen dies Anleger sogar den Totalverlust des eingesetzten Kapitals und darüber hinaus in Kauf nehmen. Für Einsteiger sind solche hochriskanten Papiere nicht geeignet.

Bemerken Sie bitte hierbei, dass diese Zuordnung nicht allgemeingültig gewertet werden kann und nur als reine Orientierung gilt.

Unterschiede bei Anlagen in Aktien, Aktien- oder Aktienindexfonds

Direkt in Aktien investieren

Wenn Sie Aktien kaufen, lässt sich zum einen über den Aktienkursgewinn Geld verdienen, das heißt, wenn zum Zeitpunkt des Verkaufs ein höherer Kurs realisiert werden kann als die Aktien bei Kauf gekostet haben. Zum anderen aber auch über Dividendenausschüttungen. Dividenden sind Anteile am Unternehmensgewinn, welche durch Beschluss der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft an die Aktionäre weitergegeben werden. Langfristig lassen sich Experten zufolge mit Aktien so ca. zwei bis drei Prozent mehr Rendite erwirtschaften als mit festverzinslichen Wertpapieren, was gerade in Zeiten niedriger Zinsen entsprechende Aufmerksamkeit verdient. Schließlich können sich Unternehmen bei niedrigen Zinsen günstiger neues Kapital für Investitionen beschaffen, das bedeutet sie müssen weniger Zinsen zahlen. Dies kommt dem Unternehmenswachstum zugute und kann sich mit entsprechender zeitlicher Verzögerung positiv auf zukünftige Gewinne auswirken. Aktien sind daher – eine entsprechende Langfristigkeit der Anlage vorausgesetzt – relativ inflationssicher.

Sollten jedoch die Zinsen wieder ansteigen, wirkt sich das meist negativ auf den Aktienmarkt und damit auch auf den erworbenen Aktienwert aus, da festverzinsliche Anlagen mit steigendem Zins wieder interessanter werden. Ebenso ist die Kursentwicklung der Aktie von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Entwicklung der Märkte auf den das Unternehmen agiert, der Innovationsfähigkeit des Unternehmens und natürlich dem Management. Daher ist immer zu einer Diversifikation, das heißt dem Erwerb von Aktien verschiedener Unternehmen auf verschiedenen Märkten zu raten, um sich weniger von Kursschwankungen einer Aktie abhängig zu machen.

Vor- und Nachteile von Aktienfonds

Aktienfonds beinhalten Aktien verschiedener Unternehmungen und weisen daher einen gewissen Diversifikationsgrad auf. Man kann zum Beispiel gezielt mit Themenfonds in bestimmte Märkte und Branchen investieren, ohne sich mit den einzelnen Unternehmenswerten intensiver auseinandersetzen und entsprechendes Fachwissen aneignen zu müssen. Dies ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man an einen bevorstehenden Aufschwung innerhalb einer Branche, Region oder Markt glaubt.

So kann der Anleger an den Chancen partizipieren, gleichzeitig sein Risiko für große Verluste – wie sie entstehen können, wenn man nur in einzelne Aktienwerte investiert – begrenzen. Gleichzeitig hat man den Vorteil, dass nur geringere Orderprovisionen anfallen, als bei einzelnen Aktieninvestments. Dennoch sollte man entsprechend der Höhe der Anlage auch die Ausgabeaufschläge und Managementgebühren des Fonds im Auge haben, da diese die Rendite schmälern.

Anlage in Aktienindexfonds

Aktienindexfonds, in bestimmter Form auch „ETFs“ (börsengehandelte Indexfonds) genannt, verfolgen das Ziel, einzelne Indizes wie zum Beispiel den DAX oder MDAX möglichst genau nachzubilden. Sie zählen zu den „passiven“ Fonds, das heißt, dass kein einzelner Fondsmanager über die Zusammensetzung des Fonds entscheidet, wie beim Aktienfonds, sondern die Aktienzusammensetzung vom Markt bzw. Aktienindex vorgegeben ist. Der Anleger investiert in den Markt allgemein. Steigt der Dax um 1,5% verdient der Anleger vereinfacht gesagt auch 1,5%.

Ein weiterer Vorteil ist die Einfachheit damit in Märkte zu investieren, von denen man glaubt, dass sich diese positiv entwickeln. Man muss eigentlich nur die weitere Kursentwicklung abwarten und entscheiden, ob die Anteile am Aktienindexfonds gehalten oder wieder verkauft werden sollen.

Umgekehrt kann es nachteilig sein, dass man mit einem Aktienindexfonds nie „besser“ sein kann als der gesamte Markt. Es besteht also keine Möglichkeit von einzelnen sich besser als der Markt entwickelnden Unternehmen besonders zu profitieren. Für Anleger, die individuell entscheiden, in welche Branchen sie investieren und welche Risiken sie eingehen wollen, sind Aktienindexfonds sicherlich weniger geeignet.

Prozess beim Kauf von Aktien und Anteilen an Aktienfonds

Falls Sie sich jetzt diese Frage stellen: Wie kann ich Aktien kaufen? Dann werden Sie sich nicht umhin kommen, sich mit der Handelsplattform des Online-Brokers intensiv auseinanderzusetzen und sich mit einigen Begriffen vertraut zu machen. Viele Broker bieten hierzu die Möglichkeit zunächst „im Trockenen“ zu schwimmen, soll heißen, die Möglichkeit mit einer Demo-Version des echten Handelsprogramms den Wertpapierhandel zu üben, solange bis man sicher ist im Umgang mit dem Handelsprogramm und seinen Tools. So können schwerwiegende Fehler bei der Orderplatzierung und damit Geldverluste vermieden werden, da man zunächst nur mit virtuellem Geld handelt. Gerade Anfängern wird geraten diese Möglichkeit intensiv zu nutzen. Online-Broker die ein solche Demo-Version für Ihr Aktiendepot nicht haben, sind eher für erfahrene Anleger geeignet. Viele Online-Broker bieten auch Schulungsvideos und Internet-Seminare für Anfänger an. Diese Angebote sollten ebenso genutzt werden.

Nachdem man sich eine Strategie nach der man investieren, möchte zurecht gelegt hat, gilt es sich einen Überblick über die entsprechenden Aktienwerte bzw. Fondsanteile oder Indizes zu verschaffen. Sind einzelne Wertpapiere ausgewählt kann man diese zu einer sogenannten Watchlist hinzufügen, um sie weiter zu beobachten und dann im passenden Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen. Zum Auffinden bestimmter Wertpapiere bestehen meist zahlreiche Suchmöglichkeiten, zum Beispiel nach Unternehmens- oder Fondsnamen oder nach Ländern. Ist die Wertpapierkennzahl, etwa aus dem Börsenteil der Zeitung bekannt, kann diese gezielt eingeben werden.

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Ist der Zeitpunkt für eine Order gekommen, sollte sich der Anleger darüber im Klaren sein, was für eine Order genau platziert werden soll. Es kann keinesfalls davon ausgegangen werden, dass die Order immer genau 1:1 umgesetzt werden kann. Die Umsetzung ist immer von einem Gegenpart abhängig also bei Kauf vom Vorhandensein eines entsprechenden Angebotes seitens potentieller Verkäufer oder umgekehrt bei Verkauf vom Vorhandensein entsprechender Nachfrage auf seitens der Käufer.

Dem Börsenprinzip zufolge gleichen sich Angebot und Nachfragen Wertpapieren über den Kurs aus, der sich schnell, oft in Sekundenschnelle ändern kann. Wer zum Beispiel eine Kauforder „Billigst“ platziert, muss wissen, dass dies nicht „billig“ bedeutet, sondern eine Kauforder ohne Limit nach oben, die im Einzelfall sehr teuer werden kann, zum Beispiel wenn der zugrunde liegende Wert nur sehr wenig Umsätze hat. Beim Verkauf bedeutet „Bestens“ genauso keineswegs „gut“, sondern man akzeptiert lediglich den besten am Markt vorhandenen Kurs, der im Extremfall weit unter den Vorstellungen liegen somit einen Verlust bedeuten kann. Ebenso kann es vorkommen, dass Orders mangels Angebot oder Nachfrage nur zum Teil ausgeführt werden können, weil sich der Kurs in der Zwischenzeit anders als erwartet entwickelt hat. Um solchen unerwarteten Entwicklungen entgegenzuwirken, gibt es eine Reihe von Orderarten beziehungsweise -zusätzen, die man der Situation entsprechend einsetzen sollte.

In Frage kommen hier zum Beispiel Limit-Orders die jeweils eine Höchstgrenze zum Kauf beziehungsweise eine Untergrenze bei Verkauf vorgeben und somit die Aktie nicht teurer wird als vorgegeben bzw. billiger als geplant verkauft wird.

Zur Begrenzung von Verlusten bei sinkenden Kursen kann es sinnvoll sein, den Orderzusatz „Stopp Loss“ zu wählen, um seine Verluste zu begrenzen. Fällt der Kurs eines Wertpapieres unter eine bestimmte Schwelle, wird so eine automatische Verkaufsorder ausgelöst, die zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt wird. Nachteilig könnten sich hierbei allerdings wieder ansteigende Kurse auswirken. Zur Gewinnmitnahme können sogenannte „Take Profit Orders“ benutzt werden.

Insgesamt gibt es eine Vielzahl von Orderarten und – Zusätzen, die beim Befolgen einer bestimmten Strategie behilflich sind und Verluste, anderseits aber auch Gewinne begrenzen können. Börsenneulingen wird daher geraten, sich intensiv mit den Kauf- und Verkaufstechniken sowie Abkürzungen der jeweiligen Handelsplattform des Online-Brokers vertraut zu machen.

Jeder Aktienanleger ist darüber hinaus auf zuverlässige Informationen über Unternehmen in die er investieren will angewiesen. Grundlage Informationen über Unternehmen und die Märkte in den sie agieren lassen sich zum Beispiel über Jahresabschlüsse, Berichte von Analysten, Ad-hoc Mitteilungen zu den Unternehmen verpflichtet sind, einholen. Gute Online-Broker halten den Zugang zu solchen Informationen über entsprechende Links für die einzelnen Wertpapiere bereit. Aktiengesellschaften sind darüber hinaus verpflichtet, ihr Jahresabschlüsse zu veröffentlichen (Publizitätspflicht).

So können Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Anhänge zum Jahresabschluss wichtige Aufschlüsse zum Beispiel über die Verschuldung eines Unternehmens, getätigte oder geplante Investitionen und über Risikovorsorgen für bereits getätigte Geschäfte geben, die Auswirkungen auf die zukünftige Gewinnentwicklung haben können. Wichtige Erkenntnisse können auch über die Webseiten der Unternehmen selbst gewonnen werden, zum Beispiel in der Kategorie „Investor Relations“ oder zum Management in der Kategorie „Über das Unternehmen“.

Beim Aktienkauf als längerfristiges Investment sollte man sich umfassend mit der Strategie des Unternehmens und mit den Produkten und Marktentwicklungen beschäftigen. Dies ist immer besser als Aktienempfehlungen anderer zum Beispiel Bankempfehlungen zu befolgen, die meist eigene Interessen verfolgen, in dem sie Positionen abbauen möchten.

Bei Aktienfonds ist es wichtig sich den Branchen- und Regionen-Mix, sowie die Gewichtung der einzelnen Unternehmen anzusehen. Diese können mit eigenen Recherchen und Erwartungen abgeglichen werden. Zur Meinungsbildung ist es sinnvoll sich ausführlich im Internet oder über Zeitungen und Journale zu den Schwerpunkten in den investiert wird zu informieren. Sind einzelne Unternehmen stark übergewichtet, lohnt es sich, sich auch hier intensiver mit diesen Unternehmen zu beschäftigen. Bei Aktienindexfonds muss sich der Anleger insbesondere über den Markt informieren, welcher im jeweils zugrunde liegenden Index abgebildet wird.

Fazit

Gerade in Niedrigzinsphasen wie heute können sich Investitionen in Aktien oder Aktien- bzw. Aktienindexfonds lohnen. Neben einer höheren Rendite als risikoarme Sparformen wie festverzinsliche Wertpapiere kann mit Aktien ein gewisser Inflationsschutz gewährleistet und Vermögen aufgebaut werden. Vor dem Aktieninvestment sollte die Festlegung der eigenen Ziele stehen und man sollte sich bewusst machen, das Aktien Verlust bringen können.

Der Risikostreuung auf verschiedene Positionen kommt hier eine entscheide Bedeutung zu. Aktienfonds und Aktienindexfonds sind aufgrund ihrer Struktur gegenüber einzelnen Aktienwerten bereits starker Risiko diversifiziert. Bei der Wahl des Online-Brokers sind in erster Linie die Kosten des Handels insbesondere die Order Provisionen zu beachten. Gegenüber Hausbanken lassen sich bei Online-Brokern oftmals mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Bei der Wahl eines Online-Brokers sollte neben dem Kostenaspekt auch auf das Vorhandensein von Demo-Versionen der Handelsplattform sowie auf das Vorhandensein von Schulungsmöglichkeiten geachtet werde. So können gerade Neulinge vor Verlusten bewahrt werden. Für den Aktienerwerb ist es unerlässlich sich mit den Unternehmen auseinanderzusetzen, in die man investieren möchte. Weitere Informationen zu bekannten Börsennotierten Firmen finden Sie im Glossar.

Dieser Text hat eine Antwort auf die Frage: Aktien kaufen wie funktioniert das, gegeben. Nun sollten Sie in der Lage sein, selbstständig Aktien zu kaufen, online oder über eine Bank. Darüber hinaus solten Sie auch in der Lage sein, einem Freund die Grundzüge vom Aktien Kauf zu erklären, wenn er sich fragt: Wie kann ich eine Aktie kaufen? Viel Erfolg!